Stimme

„In meinem Beruf muss ich viel sprechen und die Stimme hört sich oft heiser an und bricht weg.“
„Nach meiner Schilddrüsenoperation
kann ich nur noch leise sprechen.“

Die Stimme des Menschen ist sehr persönlich. Manchmal gibt es Stimmen, die wir als besonders angenehm empfinden. Im besten Fall unterstreicht sie den Charakter des Sprechers und wird dann von dem Gegenüber als „stimmig“ empfunden. Unabhängig von diesem sehr persönlichen Empfinden unterschiedlicher Klangfarben von Stimmen, gibt es grundsätzliche Kriterien, die eine gesunde Stimme erfüllen sollte:
Eine gesunde Stimme ist in ihrer Leistungsfähigkeit in keiner Weise eingeschränkt und kann sich an jede Situation ohne große Anstrengung (Druck) anpassen. So ist der Klang einer gesunden Stimme in jeder Höhe beliebig kräftig oder leise, weittragend, weich und klar.

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Stimmstörungen
Wenn die Leistungsfähigkeit der Stimme eingeschränkt ist und der Stimmklang sich (vorübergehend oder andauernd) verändert, spricht man von einer Stimmstörung. Die Klangveränderung macht sich meist durch Heiserkeit bemerkbar. Wenn eine Heiserkeit bspw. nach einer Erkältung länger als 10 Tage andauert, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die Stimmstörungen werden grob in zwei Formen unterteilt. Es werden die organischen von den funktionellen Stimmstörungen unterschieden.

Organische Stimmstörungen
Bei den organischen Stimmstörungen wird die Leistungsminderung der Stimme durch eine organische Veränderung im Kehlkopf verursacht. Es gibt sehr unterschiedlich Ursachen dafür, die vom Facharzt (HNO Arzt, Neurologe, Phoniater) abgeklärt werden müssen.

Funktionelle Stimmstörungen
Bei den funktionellen Stimmstörungen weist der Kehlkopf zunächst keine organischen Auffälligkeiten auf. Es liegt eine reine Einschränkung der Stimmfunktion vor. Die Stimmgebung ist aufgrund eines zu starken oder zu geringen Kraftaufwandes gestört.

Alarmsignale einer funktionellen Stimmstörung:
Meine Stimme macht nicht mehr so mit, wie ich will!

Ich muss mich ständig räuspern!
Das Sprechen strengt mich an!
Wenn ich lauter werden will, kippt die Stimme weg!
Manchmal versagt meine Stimme beim Sprechen!
Ich habe oft ein Kloßgefühl im Hals!
Mein Hals ist immer trocken!
Ich habe das Gefühl, ständig schlucken zu müssen!
Ich kann mich stimmlich nicht durchsetzen, wenn es um mich herum laut ist!

Ursachen einer funktionellen Stimmstörung:
Bei einer funktionellen Stimmstörung können viele Ursachen beteiligt sein. Oft sind Menschen in sogenannten Sprechberufen wie Lehrer, Erzieherinnen, Politiker, Anwälte etc. betroffen auf Grund der berufsbedingten ständigen Anforderungen an die Stimme. Stress und Überbelastungen, Angewohnheiten einer unökonomischen Stimmgebung, häufiges Ansprechen gegen einen ständigen Lärmpegel, Umweltbedingungen wie Staub oder Rauch können Faktoren der Stimmbelastung sein.

Stimmtherapie
Die logopädische Therapie befasst sich zunächst genau mit den jeweiligen Entstehungsfaktoren einer Stimmstörung. Sie wirkt mit dem Patienten gemeinsam daraufhin, Belastungen hinsichtlich des Stimmgebrauchs zu reduzieren und eine schonendere Stimmgebung zu erreichen, sie in den Alltag zu übertragen und zu festigen.

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Bei stimmlichen Belastungen  ist es ratsam, die Stimme zu schonen und ein paar Tipps zur sogenannten Stimmhygiene zu beherzigen: Weiterlesen

Atemtherapie

Unsere Atmung gehört zu den absoluten Grundfunktionen des Körpers und oft können wir an ihm erkennen, wie es uns gerade geht. Weiterlesen

„Stimme sind hörbare Stimmungen“
Andreas Tenzer (*1954), deutscher Philosoph und Pädagoge


Funktionale Stimmtherapie nach dem Lichtenberger Institut
Was bedeutet funktionale Stimmtherapie?
„Die Freilegung der natürlichen Stimmfunktionen.“
Im Jahr 1982 gründete Gisela Rohmert , Sängerin und Gesangspädagogin mit ihrem Mann Prof. Dr. Ing. Walter Rohmert das Lichtenberger Institut für funktionales Stimmtraining.
Die Verbindung von fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich der Akustik, Anatomie und Physiologie mit einer besonderen Methodik der Selbstbeobachtung im Gesang und Sprechen sind ihr besonderes Verdienst.
Durch Stress jeglicher Art, privatem oder beruflichen Druck, größere körperliche Anstrengungen etc. kann die Stimme aus dem Gleichgewicht geraten.
Mit Hilfe der funktionalen Stimmtherapie können alle an der Stimmgebung beteiligten Faktoren und Elemente wieder in ihre ureigene Balance zurückfinden.
In der Praxis finden hierzu Anleitungen statt. Der Weg zu einem neuen „Stimm-Bewußtsein“, der auch langfristig Orientierung für den Umgang mit der Stimme im Alltag findet.
Ein Schwerpunkt unserer Praxis ist die Stimmtherapie und wird von Frau Monika Vogt und Frau Tacke-Weiland behandelt.Da mit dem Schwerpunkt Stimmtherapie/Stimmbildung Patienten aus dem weiten Umkreis zu uns kommen, bieten wir flexible Termine an.

Stimmbildung
Wenn Sie an Ihrer Stimme und ihrem „Stimm-Bewußtsein“ arbeiten möchten, um ihre stimmliche Leistungsfähigkeit in Balance zu bringen und zu verbessern, bieten wir, neben der ärztlich verordneten Stimmtherapie, Stimmbildung an. Die entstehenden Kosten werden privat abgerechnet. Bitte sprechen Sie telefonisch oder per Mail Frau Vogt oder Frau Tacke-Weiland an.

Sprecherziehung
Sprecherziehung hat eine lange Tradition und hat ihre Wurzeln in der antiken Rhetorik. Schon die „alten Griechen“ wie Platon u.a. haben sich mit der Frage beschäftigt, mit welchen Sprechtechniken der Redner in der Lage ist, sich effizient und deutlich auszudrücken und die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer zu fesseln um bestimmte Inhalte vermitteln zu können. Weiterlesen

Foto getty Images iStock jessica hyde und rockz