„Lea (2 1/2 Jahre) spricht nur einzelne Silben. Richtige Worte verstehen wir noch gar nicht. Sie zeigt uns was sie möchte.“
„Raphael (5 Jahre) sagt noch tomm statt komm und vertauscht die Satzteile.“

Dies sind einige der häufigsten Hindernisse im Verlauf der Sprachentwicklung. Kinder sind kleine Persönlichkeiten und entwickeln sich unterschiedlich in ihrem eigenen Tempo.
Sollte dennoch die Entwicklung stocken oder stark verzögert sein, kann eine Therapie notwendig sein.


„Ein Kind ist kein Gefäß, dass gefüllt, sondern ein Feuer, das entzündet werden will.“   Francois Rabelais  (um 1494 – 1553)


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Late Talker
beginnen verspätet zu sprechen, obwohl alle anderen Bereiche normal entwickelt sein können
.
Eine Hörstörung – weiterlesen    sollte ausgeschlossen werden.

Die Kinder lernen nur langsam neue Wörter und sprechen mit zwei Jahren nur wenige, meist nur für die engsten Bezugspersonen verständliche Silben oder unvollständige Worte.  Weiterlesen – Late Talker

 

Hier finden Sie die allgemeinen Grundlagen zur Sprachentwicklung – weiterlesen

Zweisprachigkeit
Die meisten Kinder, die zweisprachig aufwachsen, haben mit dem Spracherwerb beider Sprachen keine Schwierigkeiten, aber manchmal können Kinder nicht so leicht zwei Sprachen lernen.

Wichtig ist, dass es in Ihrer Familie klare Regeln für den Umgang mit den verschiedenen Sprachen gibt. Diese Regeln müssen für das Kind deutlich erkennbar sein.
Ihr Kind kann verschiedene Sprachen gleichzeitig oder nacheinander lernen. Sie müssen sich aber unbedingt entscheiden, welche Sprache Sie von Anfang an sprechen, weil klare Sprachtrennungsregeln Ihrem Kind den Spracherwerb erleichtern. Diese Entscheidung sollten Sie konsequent einhalten.
Beispiel: Haben Sie und Ihr Partner unterschiedliche Muttersprachen, die Sie sicher beherrschen,
sprechen Sie jeder konsequent in Ihrer Muttersprache mit dem Kind.
Beispiel: Wenn Sie beide dieselbe Muttersprache sprechen, die eine Person beherrscht aber z.B. Deutsch perfekt, weil sie in Deutschland aufgewachsen ist, die andere nicht; spricht der eine in der Muttersprache und der der sehr gut Deutsch spricht, in Deutsch.
Beispiel: Beide Personen sprechen ihre Muttersprache sehr gut, aber Deutsch nicht perfekt, dann sprechen Sie beide mit Ihrem Kind in der Muttersprache. Ermöglichen Sie Ihrem Kind viele Kontakte zu Personen, die die weniger geübte Sprache sprechen, um auch diese lebendig zu halten.

Grundsätzlich gilt: Ihr Kind darf entscheiden, in welcher Sprache es spricht. Es wird sich oft für die Sprache entscheiden, die es besser beherrscht.
Verwirren Sie Ihr Kind nicht, indem Sie in einem Gespräch zwischen verschiedenen Sprachen wechseln.

Zu Beginn kommt es möglicherweise bei Ihrem Kind öfter zu Sprachmischungen. Bleiben Sie trotzdem bei Ihrer Sprache. Jede Sprache hat unterschiedliche grammatische Regeln.

Unterstützende Kommunikation beim Spracherwerb